Alle Jahre wieder – Rehkitzrettung

Die kleinen Kitze sind so süß! Man möchte sich nicht vorstellen, was die Mähmaschine dem kleinen Wesen antun kann. Kaum vorstellbar, aber grausame Realität! Jedes Jahr fallen viel zu viel der Kleinen den Mähmaschinen zum Opfer, wenn die Landwirte im Frühjahr die Wiesen abmähen. Der ihnen noch fehlende Fluchtreflex ist zumeist ihr Todesurteil. Von ihrer Mutter gut versteckt, ducken sie sich regungslos in Gras und Wiese und in den meisten Fällen hat der Landwirt kaum mehr eine Chance auszuweichen, wenn er sie denn überhaupt sieht.

Aber das muss nicht sein!

Mancherorts werden bereits Drohnen mit Wärmebildkameras verwendet, um gezielt Kitze aufzuspüren und in Sicherheit zu bringen. Wo das (noch) nicht geht, ist Laufarbeit gefragt. Mit langen Hosen und Wanderstock geht man als Gruppe die Wiesen ab, um die Kitze zu finden. Und das Beste daran, man muss es nicht mal selbst organisieren, nur mitlaufen. Er gibt mittlerweile einige organisierte Freiwillige, die entsprechende Kontakt zu Landwirten und Jagdpächtern haben, die Treffen organisieren und sich vor allem mit den Kitzen hervorragend auskennen. So hat z. B. die Rehkitzrettung Reichelsheim bislang 116 Kitze und 3 kleine Feldhasen vor den Mähmaschinen bewahrt!

Kitze niemals anfassen!

Denn die Kitze dürfen auf gar keinen Fall nach Mensch riechen. Daher ist es wichtig das Kitz zuerst fachmännisch, z. B. in Heu einzupacken und erst dann an den Wiesenrand zu verbringen. Wer das nicht berücksichtigt, erweist den Kitzen einen Bärendienst, denn ihre Mutter wird sich ihrer nicht mehr annehmen, wenn sie menschlichen Geruch am Kitz wittert.

Interesse?

Dann einfach z. B. mal hier schauen und Kontakt aufnehmen, Helfer werden immer gebraucht.