Unser Wetter – Wem Geld nicht schmeckt hat ein Problem

Ach ja, das Klima. Eigentlich nicht wirklich was, über das man großartig nachdenkt. Außer es geht um die Frage, was man anziehen soll. Früher habe ich mir über das Klima nie Gedanken gemacht. Die Sonne scheint, es regnet, es schneit. Wetter halt. Aber man wird älter und die Nachrichten über unübliches Wetter, auch hier in Deutschland, werden doch irgendwie mehr. Da könnte man noch unterstellen, dass es diese Phänomenen schon immer gegeben hat und sie heute nur mehr Aufmerksamkeit bekommen, vielleicht um einem Zweck zu dienen. Aber auch vor der eigenen Haustür merke ich doch Veränderungen. Am markantesten ist die Häufigkeit von Wetterextremen und der nicht mehr fließende Übergang der Jahreszeiten. Heute Winter mit Regenmassen, morgen Sommer mit Dürre. Das fällt sogar mir auf. Meine Blumen haben Durst und die Regentonne war dieses Jahr nur einmal wirklich voll.

Also stelle auch ich mir die Frage: Warum ist das so?

Hierzu gibt es allseits bekannte Theorien: Menschengemachter Klimawandel und natürliche Wetterveränderungen. Das wird wohl nie beantwortet werden. Wahrscheinlich weil es diese Antwort auch gar nicht gibt, außer vielleicht  -Achtung Outing 😉 – 42. Es ist ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, von denen der Mensch nun mal einer ist. Ich glaube allerdings, dass sich der Anteil des Menschen in den letzten ca. 100 Jahren deutlich erhöht hat. Und an diesem Anteil können wir arbeiten. Es reicht doch völlig aus, wenn das Wetter uns von sich aus in die Suppe spuckt. Schaut man sich die menschliche Geschichte an, hat das Wetter immer wieder direkten Einfluss am Aufstieg und Niedergang ganzer Völker, am Fortschritt und Rückschritt und am allgemeinen Überleben der Lebenwesen. Und machen wir uns doch nichts vor. Wenn Wetterkapriolen die Ernte auf den Feldern zerstören, dann trifft uns das auch in unserer zivilisierten heilen Welt, in der die Kühe lila sind und die Pizza im TK-Fach wächst.

Von Bienen und Bäumen

Und das Ganze beschränkt sich nicht auf Ernteerträge. Wetter verändert Ökosysteme und wenn wir von diesen abhängig sind, dann müssen wir uns auf Veränderungen einstellen. Ein kleines Beispiel: Apfelbäume werden von Bienen bestäubt. Blühen diese immer früher, weil im Frühling schon Hochsommer ist, sind die Bienenvölker aber noch mitten in der Aufzucht des Nachwuchses. Also müssen die Altbienen, die Menge an Blüten allein bestäuben, was kaum zu schaffen ist. Und wenn der Nachwuchs endlich soweit ist, sind die Bäume verblüht und es gibt zu wenig Nahrung für die Bienen. Den Rest kann sich jeder denken. Es ist ein fataler Kreislauf der uns am Ende auch treffen wird. Wahrscheinlich erst im Geldbeutel, dann aber auch deutlich härter.

Von den drei Affen

Das kann man gerne leugnen, wenn es einem dann besser geht. Vor der Zukunft können wir trotzdem nicht weglaufen, egal warum sie kommen wird. Darum ist es auch so schade, dass man sich in den politischen  Etagen um Ursachen streitet anstatt an Lösungen zu arbeiten. Was nützt es einem Herrn Trump denn aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten? Eine Kuppel wird er über seine USA auch nicht errichten können. Ja, ich weiß, es geht um Geld. Wenn dass alles ist was zählt, möge es sich jeder, der so denkt, schmecken lassen. Ich denke lieber daran, dass die bisherigen Erfolge trotz und nicht wegen rückwärtsgewandten Quertreiber stattfanden. Ich will weiter positiv denken und noch nicht glauben, dass die Welt von Trumps überlaufen ist.

Ist der Klimawandel nun menschengemacht oder nicht? Das ist mir herzlich egal! Warum? Weil das Bemühen um eine nachhaltigere Wirtschaft und um umsichtiges Verhalten zwar dem Klima, am Ende aber uns Lebewesen nutzt und sinnvoll ist. Und: Das Klima ändert sich schon seit x-Milliarden Jahren, aber wir leben heute auf dieser Welt. Ist es da nicht in unserem Interesse den Status Quo zu halten, egal, warum sich das Klima ändert?

Ich halte es da mit der Maxime Romain Rollands:

Pessimismus des Verstandes, Optimismus des Willens!