Ich fühle mich diskriminiert

Vorhang auf: Ein idyllischer Garten mit saftig grüner Wiese, leuchtende Blumen und strahlender Sonnenschein. Eine abgelegene Bank lädt zum Verweilen ein, Bäume und Sträucher rahmen die Szene ein.
Ein Hund liegt auf der Wiese, völlig entspannt, verschiedenste Vögel tanzen um ihn herum, manche sogar auf seinem Rücken. Die Mäuse teilen Körner des erbeuteten Vogelfutters mit ihm, ein Igel geht grüßend vorbei, auch die Eichhörnchen fühlen sich sicher und kauen nahe bei ihm an ihren Nüssen. Bienen und Hummel summen um ihn herum auf der Suche nach den ergiebigsten Blumen und die dicke Spinne läuft gar über ihn drüber statt drum herum. Ein friedliches Bild, wie aus dem Paradies. Totale Harmonie.

Dann: Ca. 10 Meter entfernt geht eine Tür auf und der Mensch betritt die Szene.
Das folgende Szenario beschrieb Schiller in seinem „Lied der Glocke“ treffend: Alles rennet, rettet, flüchtet … !

Der Hund schaut auf und sieht mich an, etwas vorwurfsvoll aber auch mitleidig und ich fühle mich schlecht. Es tut mir leid! Ich wollte doch auch nur mal dazugehören, wäre auch leise gewesen.