Der moderne Hund trägt ääh Booties

Aber welche? Wessen Hund einen auf zierlichen Pfoten durchs Leben begleitet, kennt das vielleicht auch. Es braucht manchmal nicht viel, um den Hundepfoten zu schaden. Aber auch robustere Hundepfoten können mal an ihre Grenzen kommen. So oder so, der verantwortungsvolle Mensch macht sich Gedanken, was er hier positiv beisteuern könnte.
Eins vorweg: Das Schaf trägt seine Schuhe nur bei Verletzungen. Bei wirklich pfotenunfreundlichen Bodenverhältnissen, was darunter fallen würde kommuniziert das Schaf mir unmissverständlich, würde ich aber auch auf sie zurückgreifen.

Richtige Hundeschuhe passen dem Schaf nicht

Bis ich mich in dieser Sache auf sicherem Fuße wähnte, dauerte es aber eine Weile. Und wie bei uns Menschen auch, passte erst mal kein Hundeschuh. Den richtigen Schuh in der richtigen Größe zu finden war gar nicht so einfach. Immerhin sollte im Zweifelsfall eine verpflasterte Hundepfote dort hinein und nirgendwo scheuern und drücken. Rutschen durfte die Pfote aber auch nicht, sonst ist ja kein Halt da. Idealerweise passt der Schuh aber auch als Prophylaxe bei zweifelhaftem Untergrund. Also habe ich für doch einiges Geld richtige Hundeschuhe angeschafft. So richtige kleine Stiefel mit fester Sohle und Schaft. Ich wähnte mich gut vorbereitet und irgendwann stand dann gezwungenermaßen der Praxistest an. Um es kurz zu machen: Ich war froh, einen relativ stabilen Verband angelegt zu haben, auf dem das Schaf dann den Heimweg antreten konnte. Ich bin mir bis heute keiner Schuld bewusst und glaube auch alles richtig gemacht zu haben. Trotzdem dauerte es nur eine kurze Weile, bis mein pfotenkranker Begleiter nicht mehr auf der schicken Hundeschuhsohle lief, sondern auf dem Hundeschuhschaft. Der Schuh verrutschte ständig an der Pfote und ich befürchtete schnell, dass er statt des erhofften Pfotenschutzes eher eine neue Verletzungsgefahr darstellt.

Der Bootie hält, was er verspricht

Ganz schnell bin ich daher vom richtigen Hundeschuh zum Hundebootie gewechselt. Das ist quasi eine Art stabiler Beutel, der mittels Klettverschluss an der Pfote befestigt werden kann. Er ist je nach Bedarf, in verschiedenen Stärken und Größen zu bekommen und ist herrlich unspektakulär. Preislich und auch in der Effizienz. Müssen die Booties ja auch, immerhin werden sie schon lange beim Zughundesport eingesetzt, da müssen sie was abkönnen. Auch der Bootie wurde zwischenzeitlich einem aufgenötigten Praxistest unterzogen und hat ihn vollumfänglich bestanden. Das Schaf hat sich superschnell dran gewöhnt und läuft im Fall der Fälle völlig normal, aber geschützt seiner Wege. An- und Ausziehen ist einfach und schnell möglich und verloren haben wir bisher auch noch keinen.

Den Bootie meiner Wahl kann jeder beim Weltmeister Uwe Radant erstehen und erhält doch auch Unterstützung bei der richtigen Wahl. Und vielleicht entdeckt man dort beim gemeinsamen Stöbern mit seinem Hund ja auch seine Begeisterung für den Zughundesport.